Die wahren Kosten

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Die wahren Kosten der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ernährt uns – doch ihr heutiges System zehrt von der Zukunft. Verborgene Kosten belasten Böden, Gewässer, Klima und Gesundheit.

Verborgene Kosten – sichtbar gemacht

Hinter jedem scheinbar billigen Lebensmittel stehen reale Kosten. Nicht im Grundwasser, Luftverschmutzung, Artenverlust oder Humusschwund – sondern in unseren Steuern und im Verlust natürlicher Kapitalwerte, die schwer wiederherzustellen sind.

Nitratbelastung

Über 25 % der deutschen Grundwassermessstellen überschreiten den EU-Grenzwert. Trinkwasseraufbereitung kostet jährlich über 600 Mio. €.

Feinstaub & Gesundheit

Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft tragen massiv zur Feinstaubbildung bei – verbunden mit jährlich über 400 000 vorzeitigen Todesfällen in Europa.

Bodenverlust

Weltweit gehen jährlich rund 24 Milliarden Tonnen Boden verloren. Auch in Deutschland sind 50 % der Böden von Erosion betroffen – das Fundament der Landwirtschaft schwindet.

Was Forschung dazu sagt

“The invention of ammonia synthesis changed the world – but also the balance of the nitrogen cycle.”

Erisman, J.W. et al. (2008). How a century of ammonia synthesis changed the world. Nature Geoscience, 1(10), 636–639.

“In Europe, nitrogen pollution costs society €70–320 billion per year.”

van Grinsven, H.J.M. et al. (2013). Costs and benefits of nitrogen for Europe and implications for mitigation. Environmental Science & Technology, 47(8), 3571–3579.

“Residues of multiple pesticides are still detected in fruits and vegetables sold across Europe — including substances linked to hormone disruption and neurotoxicity.”

Greenpeace & European Food Safety Authority (EFSA) (2023). Pesticide Residues in Fruits and Vegetables: Annual Monitoring Results. Greenpeace EU, 2023 | EFSA Report 2023.

“Over the last 50 years, mineral and trace element contents in many fruits and vegetables have declined by 20–50 %. Modern varieties and depleted soils are contributing factors.”

Davis, D.R., Epp, M.D., & Riordan, H.D. (2004). Changes in USDA Food Composition Data for 43 Garden Crops, 1950–1999. Journal of the American College of Nutrition, 23(6), 669–682. Siehe auch Dr. Stefan Hügel (2023). Die Mineralienwende – Warum unsere Böden und Lebensmittel verarmen. almaterra.at/mineralienwende.

Wie sieht die Alternative aus?

Regenerative Landwirtschaft kann diese Kosten in Werte verwandeln – durch Humusaufbau, sauberes Wasser, gesunde Lebensmittel und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Ob biologisch-dynamisch oder biologisch-organisch – die Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit sind enorm. Der bislang umfassendste Langzeit-Feldversuch über 45 Jahre zeigt: Die Bodenfruchtbarkeit ist um bis zu 44 % höher als bei konventioneller Bewirtschaftung (unabhängig von deren Düngung). Das heißt: Humusgehalt, Bodenaktivität und Nährstoffmobilisierung steigen signifikant. Siehe folgende FiBL-Abbildung:

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